MduoM

Ein Gitarrenduo, das durch seine Raffinesse und Virtuosität, seine Einflüsse von Jazz, Bossa, Tango und vielem mehr, einen einzigartigen Stil repräsentiert. Gitarrenmusik, kompositorisch auf einem hohen Level, mit einem beeindruckendem Klangspektrum, mit der Vielfalt, die nur zwei Gitarristen, die sich auf einem exzellenten Spielniveau bewegen, erreichen können. MduoM – Antonio Malinconico & Martin Müller

Ein filigranes Duo, mit Spielfreude und spontanen Improvisationen.
Ein Muss nicht nur für Gitarrenfans !

Georg Spindler im Mannheimer Morgen über das MduoM und die CD JARDIM BRASILEIRO

Vibrierend vor Rhythmus

Für sein neues Projekt MduoM hat er sich mit dem Schweizer Kollegen Antonio Malinconico zusammengetan – ein Traumteam zweier Gleichgesinnter, wie das jetzt erschienene Album „Jardim Brasileiro“ offenbart. Es wurde in bestechender Klangqualität von Markus Born (bekannt durch seine Zusammenarbeit mit Xavier Naidoo und den Söhnen Mannheims) in der Kleinen Audiowelt Sandhausen aufgenommen.Die Musik gleicht einem faszinierend tänzerisch anmutenden Spiel von Nähe und Distanz. Mal eng verflochten und dicht verzahnt, dann wieder kontrastreich gegeneinandergesetzt oder weiträumig voneinander losgelöst entspannen die beiden Virtuosen ihre Gitarrenlinien. Am mitreißendsten sind die Dialoge des Duos in atemberaubend vertrackten Parallel-Läufen: etwa im rhythmisch vibrierenden Eröffnungsstück „Caipi in Rio“, das wirkt wie eine halsbrecherische Achterbahnfahrt. Oder bei der „Samba For Chi.Co“, einer von temperamentvollen Sinti-Swing- und filigranen Flamenco-Anklängen befeuerten Hommage an Chick Corea.Nicht minder intensiv sind die lyrischen Momente, in denen die beiden Saitenvirtuosen offene Klanglandschaften mit viel Raum entstehen lassen. So bringen sie in der betörenden Ballade „Jardim Brasileiro No.1“ jeden einzelnen Gitarrenton mit einer Klarheit zum Leuchten wie ein Poet die Worte in einem Gedicht. Beim liedhaften „Mighalas de amor“ erweckt das Duo gar den Eindruck, ein nicht vorhandener Songtext (das Stück ist wie die ganze Platte instrumental) würde von einem schwärmerischen Serenadensänger intoniert. Diese Musik brennt nur so vor Emotionen. Wunderbar.

 

Alexander Schmitz -Jazzpodium 3-18

MduoM Jardim Brasileiro

Dass Martin Müller musikalisch auch was anderes kann als Brasilianisch, weiß man. 2014 hat er sich Gershwin arrangiert und 2016 die Fab Four. Nicht weniger überzeugend ist jetzt seine Rückkehr in sein Lebensthema, und zwar im Duo mit Antonio Malinconico, Neapolitaner, Tango-Experte, Improvisations-Fan – und Martins Top-Wahl für solch einen Gipfel für zwei Konzertgitarren in 14 Stücken inkl. vier echten MMs.Leider ist nicht vermerkt, wer links bzw. rechts zu hören ist, ein Minus so winzig wie die Improv-Ausrutscher in „Joya Choro“ oder Gismontis tiefgründigem „Agua e vinho“. Ansonsten gibt es viel Raum zum Improvisieren, wie in MMs „Caipi in Rio“ und seiner imposanten „Samba for Chi.Co“ mit Top-Improv und einer verblüffenden Prise Wagemut und Frechheit à la LA Guitar Quartet. Das alles ist Meisterklasse, etwa die von Martin arrangierte „Intro de MdC. & Manha de Carnaval“ und sein Antonio gewidmetes „Domenica tranquilla“. Und dann die alles krönenden Großtaten, MMs atmosphärisch dichter dreisätziger „Jardim Brasileiro“, der sich kongenial an die großen Komponisten der brasilianischen Gitarrenklassik anlehnt, und Oscar W. Gattaz‘ ebenfalls dreisätzige „Saudade de Salvador“, die das „Jardim“-Level noch um einiges anhebt, stilistisch etwas offener, Satz 1 fast swingend, Satz 2 mitten aus der klassischen Gitarrenmoderne herausgespielt und der dritte Satz als die größte Perle dieses Albums.

Harald Wittig – AkustikGitarre 3-18

MduoM Jardim Brasileiro

Latin-Experte M.Müller und A.Malinconico musizieren seit neuestem miteinander im Duo, erste Appetithäppchen der Zusammenarbeit gab es bereits auf der SoloCD Malinconicos zu hören. Auf dem neuen Duo-Album laden die Musiker den Hörer in Ihren selbstangelegten und wohlgepflegten Zaubergarten ein, der – wenig überraschend – dem brasilianischen Idiom verpflichtet ist. Die Titel stammen mehrheitlich aus der Feder Müllers, der einmal mehr seine Klasse als Komponist unter Beweis stellt: Diese typisch brasilianischen Harmonien, die eingängigen Melodien und zündenden Rhythmen sind ein Festmal für jeden Gitarrengourmet. Technik und Klangkultur sind klassisch im vornehmsten Sinne, zusätzlich nehmen sich beide Gitarristen Raum und Zeit für lange Improvisationen. Müller soliert jazzig, Malinconico lässt Rockeinflüsse anklingen, zusammengenommen ergibt dies eine würzige Mischung, die das Titelstück ebenso veredelt wie den Gismontiklassiker „Agua e vinho“ oder den Brazil-Evergreen „Manha de Carnaval“. Die zudem hervorragend aufgenommene CD ist fraglos ein großer Wurf und sei allen Anhängern kultivierter, stilübergreifender Konzertgitarrenmusik nachhaltig empfohlen.