Veehrte Besucher

Die Zeit ohne Konzerte geht langsam zu Ende. Es besteht die Hoffnung, dass es wieder zu Veranstaltungen kommt und meine Projekte partizipieren können. Wer genug Muße hat, kann sich meine alten Schallplatten anhören, Herbstsonate (1978), Amazonas (1980), Balancado(1982), Gitanos (1984), Colours of Sky (1986). Zudem noch die eigenen Kompositionen aus der LP Like a bird on the wing (1982), die ich soweit wie möglich überspielt und gemastert habe. Einige Überspielungen sind gut geworden, manche nicht so gut. Es war interessant, dass Archiv von 40 Jahren zu durchforsten und noch einige musikalischen Gimmicks zu finden, die schon lange vergessen waren. Mal sehen, ob das Material zum publizieren geeignet ist. Der Sommer ist noch nicht angekommen, aber genießen sie die Zeit. Alles Gute Martin Müller

The time without concerts is slowly coming to an end. There is hope that there will be events again and that my projects can participate. Whoever has enough leisure can listen to my old records, Herbstsonate (1978), Amazonas (1980), Balancado(1982), Gitanos (1984), Colours of Sky (1986). In addition, my own compositions from the LP Like a bird on the wing (1982), which I have overdubbed and mastered as far as possible. Some of the transfers turned out well, some not so well. It was interesting to go through 40 years of archives and find some musical gimmicks that were long forgotten. Let’s see if the material is suitable for publication. Summer has not arrived yet, but enjoy the time. All the best Martin Müller

Drei neue Interviews führte ich, wie immer, aus dem Kulturverein Schulze in Pforzheim, mit dem Jazzgitarristen und Kritiker der Zeitung „Die RHEINPFALZ“ Gereon Hoffmann. Anzusehen unter Guitartalk Volume 4, Guitartalk Volume 5,Guitartalk Volume 6. Interessante Gespräche mit einem fundierten Kenner der Jazzgitarre in Volume 4. In Volume 5 stellt Gereon Hoffmann seine Strandberg-Boden Gitarre vor – ein hochinteressantes Instrument – Volume 6 trägt den Titel „Prektontology“ bezeichnet.Welches Plektum erzeugt welchen Sound – wissenswert. Viel Spaß damit.

Das 24.Festival Gitarre Plus online wurde mit zwei Konzerteaufzeichnungen von Émilie Fend und Heike Matthiesen abgeschlossen. Beide Konzerte sind über die Homepage der Ehemaligen Synagoge abrufbar. Wir hoffen 2022, zum 25. Jahr des Festivals, wieder Livekonzerte aus der Synagoge präsentieren zu können.

The 24th Festival Gitarre Plus online was concluded with two concert recordings by Émilie Fend and Heike Matthiesen. Both concerts are available on the homepage of the former synagogue. We hope to be able to present live concerts from the synagogue again in 2022, the 25th year of the festival.

2.Juni 2021 – die Badischen Neuesten Nachrichten – kurz BNN genannt veröffentlichten eine Rezension über die aktuelle CD BOSSA ESPERANÇA

Martin Müller überzeugt mit eigenen und fremden Kompositionen auf seiner neuen CD

Quirlig und leicht

Mit einer chromatisch hinab- und hinaufschreitenden Pendelbewegung greift dieser Bossa Nova ins Gemüt des Hörers, krallt sich fest und ist im weiteren Verlauf der schwankende Grund einer großräumigen, instrumental gedachten Melodie. Dissonanzen im harmonischen Gerüst sind frisches Gewürz und alles gemeinsam ergibt ein melancholisches Ganzes. Bossa Esperança – Bossa der Hoffnung – heißt dieses feine Stück Gitarrenmusik. Eine zögerliche Hoffnung, die weiß, dass sie auch enttäuscht werden kann.
Der Karlsruher Gitarrist Martin Müller, Kenner und Könner der brasilianischen Gitarrenmusik, hat das Stück geschrieben, als im Sommer 2020 die ersten öffentlichen Konzerte möglich wurden. Jetzt ist dieser Bossa Esperança das namengebende Stück auf seiner neuen CD mit Solostücken für die akustische Gitarre. 14 neue Aufnahmen von eigenen und fremden Kompositionen sind dort versammelt, dazu kommen drei Bonustracks aus den Neunzigern, die Müller mit dem brasilianischen Gitarristen und Sänger Oscar Ferreira eingespielt hatte.
Martin Müller ist kein Name, der dem geläufig wäre, der nur gelegentlich vom breiten Flussbett des Mainstreams in die sprudelnden Seitenarme eindringt. Für diejenigen aber, die sich dort umsehen, ist Müller eine Institution. Seit 1979 hat er Alben veröffentlicht – 30 Stück sind es mittlerweile – spielt als Solist oder in Ensembles den lateinamerikanischen Jazz auf der akustischen Gitarre, entdeckt die Musik der Beatles für sein Instrument neu und überträgt auch schon mal Gershwins Rhapsody in Blue, ursprünglich für die 88 Tasten des Klaviers geschrieben, auf die 6 Saiten der Gitarre.
Nebenher schreibt er eigene Stücke, über 500 sind es bisher. Neun davon sind auf der CD zu finden und fügen sich bruchlos in die Gruppe der anderen acht Stücke ein, die von so bedeutenden Musikern wie Baden Powell und Antonio Carlos Jobim geschaffen wurden. Da ist zum Beispiel der Petit Valse Powells. Ein quirliges, rasch dahinrollendes Stück, dem der Tänzer ob des rasanten Walzerschritts nur folgen kann, wenn er über den leichtesten Fuß verfügt. Zum Tanzen der Fuß, zum Spielen die Finger: Müllers Finger gleiten leicht, auch im schnellen Skalenspiel verliert er nie den Ausdruck, gibt der Phrase immer die Gestalt eines Ganzen, sodass wirkliche Bögen entstehen.
In den Eigenkompositionen Rua Baden Powell Nr. 1 und 3 kann man das wunderbar nachvollziehen. Der Rhythmus bleibt immer federnd und im Fluss, einem Fluss, dem man sich gerne anvertraut, einen rhythmischen Fluss, wie er Martin Müllers Interpretation von Jobims Samba do Aviao durchzieht, an dessen Ende auch kurz das Mädchen aus Ipanema vorbeischlendert und zumindest beim Rezensenten eine große Sehnsucht nach Sommer und südamerikanischen Alkoholika ausgelöst hat. Bossa Esperança, Bossa der Hoffnung – ja, das passt. Jens Wehn BNN 2.6.2021

Mit meinem Freund ALEX KROLL vom KULTURVEREIN SCHULZE e.V. habe ich auf YouTUBE einige Interviews über unsere Gitarren geführt. Wer dort mal reinschauen möchte, anbei die Links: GUITARTALK 1 , GUITARTALK 2 , GUITARTALK 3 Alex und ich werden in loser Reihenfolge GitarristenInnen einladen, um mit Ihnen über ihre „Karriere“ und Instrumente zu sprechen. Wir betreiben keinen großen technischen Aufwand, in Zeiten des „technical overkill“ , wie Josef Zawinul mal sagte, versuchen wir es mit Einfachheit.

DAT ARCHIV

Nachdem ich jetzt mein komplettes DAT Archiv durchgehört habe, wird es in nächster Zeit einige Veröffentlichungen aus den 1980-1990 Jahren geben.Es waren einige Audioüberraschungen dabei. Aufnahmen, die ich vergessen hatte. Zudem auch Aufnahmen, die ganz ordentlich klingen. Es steht noch etwas Mastering an. Wer Interesse hat, kann ja mal ab Ende Mai reinhören.

Die zweiten Streamingkonzerte aus der ehemaligen Synagoge in Weisenheim a.B. sind sehr positiv aufgenommen worden. Wir planen eine dritte Serie. Anbei ein paar Fotos:

GOLZ/DANILOV bei ihrem Konzert

CAFE del MUNDO – hinter der Trenntüre in der Synagoge

DAT ARCHIV

Now that I have listened through my entire DAT archive, there will be some releases from the 1980-1990 years in the near future. There were some audio surprises. Recordings that I had forgotten about. There are also recordings that sound quite good. There is still some mastering to do. If you are interested, you can listen to them from the end of May.

In dieser Zeit schaut der Künstler gerne auch mal in den alten Audioschrank – gefüllt mit DAT Kassetten und anderen Pretiosen. Da man ja Zeit hat,hört man sich die eine oder andere Aufnahme an und stellt fest – auch ganz Schönes dabei. Zwei Videos zu einer alten Bühnenmusik, die ich 1986 für das Stadttheater Pforzheim komponiert habe. Büchners Meisterwerk “ Leonce und Lena“ wurde an den Strand verlegt – ich habe jetzt aus zwei Stücken – ingesamt sind es acht oder neun Kompositionen – zwei kleine Videos hergestellt. Einfach zum entspannen und geniesen.

During this time, the artist likes to take a look in the old audio cupboard – filled with DAT tapes and other valuables. Since one has time, one listens to one or the other recording and realises – there are also quite beautiful ones. Two videos of an old stage music I composed in 1986 for the Stadttheater Pforzheim. Büchner’s masterpiece „Leonce and Lena“ was moved to the beach – I have now produced two small videos from two pieces – in total there are eight or nine compositions. Just to relax and enjoy.

Eine erfolgreiche Livekonzertaufzeichnung erlebten mein Freund JONAS KHALIL und ich am Sonntag, 31.1.2021 in der leeren EHEMALIGEN SYNAGOGE in WEISNHEIM a.B. Der Förderkreis der Synagoge lud uns für zwei Konzertaufzeichnungen ein. JONAS KHALIL präsentierte seinen eigenen, virtuosen Werke für Konzertgitarre – raffiniert, vielschichtig und virtuos. Zudem Bearbeitungen von Gluck und Cassado. Ich stellte meine neue CD BOSSA ESPERANÇA vor. Ein stimmungsvoller Nachmittag und Abend in der Synagoge, deren wirklich unglaubliche Akustik für Gitarre ideal ist.

Livekonzertmitschnitt in der leeren EHEMALIGEN SYNAGOGE in Weisenheim a.B.

My friend JONAS KHALIL and I experienced a successful live concert recording on Sunday, 31.1.2021 in the empty EHEMALIGEN SYNAGOGE in WEISENHEIM a.B. The Förderkreis der Synagoge invited us for two concert recordings. JONAS KHALIL presented his own virtuoso works for concert guitar – refined, complex and virtuosic. In addition, arrangements by Gluck and Cassado. I presented my new CD BOSSA ESPERANÇA. An atmospheric afternoon and evening in the synagogue, whose truly incredible acoustics are ideal for guitar.

Wie in jedem Jahr , gibt es auch 2020, trotz aller widrigen Umstände, eine neue Aufnahme mit 14 Titeln und 3 Bonustracks aus alten Zeiten. BOSSA ESPERANÇA – der Titel drückt meine Hoffnung aus, 2021 wieder in das Konzertleben zurückkehren zu können.

As in every year , there is a new recording in 2020, despite all the adverse circumstances, with 14 titles and 3 bonus tracks from the old days. BOSSA ESPERANÇA – the title expresses my hope to return to concert life in 2021.

Ein tolles Konzert war für uns der Auftritt im Kulturhaus Mikado Anfang Oktober, dass die idealen Bedingungen für uns zur Verfügung stellte. Das Publikum bedachte uns mit viel Applaus – anbei ein paar Eindrücke.

A great concert for us was the performance in the Kulturhaus Mikado at the beginning of October, which provided the ideal conditions for us. The audience gave us a lot of applause – here are a few impressions.

M.M. & The Braziltrio
Bruna Cabral – Brazilian Drumset

Christian Kussmann – Bass
Martin Müller – Brazilguitar

Für die Bossa Nova Freunde. Die „Bossa der Hoffnung“ macht mit etwas Übung viel Spaß – in den Zeiten kann man ja mehr üben.

For the Bossa Nova friends. The „Bossa of hope“ is fun to practice and play – in times like these you have more time for it.